Waldbühne Berlin

Waldbühne Berlin

Die Waldbühne Berlin ist eine bekannte Freilichtbühne, die sich am westlichen Ende des Berliner Olympiaparks befindet. Sie liegt im Westend, einem Ortsteil des Bezirks Charlottenburg Wilmersdorf und bietet 22000 Zuschauern Platz. In ihren besten Zeiten wurde sie jährlich von über einer halben Million Zuschauern besucht.

Die Waldbühne Berlin bettet sich in eine Biegung der Murellenschlucht am Südende der Ruhlebener Fließwiese ein. Im Zuge der Bauausführungen für die Olympiade 1936 wurde sie als Dietrich-Eckart-Freilichtbühne errichtet.
Der Entwurf der Waldbühne basiert unter anderem aus Anregungen aus Italien. Er nutzte den natürlichen Talkessel der Murellenschlucht, an dessen Hang die Zuschauerränge hinauf gebaut wurden. Gleich nebenan befindet sich das ehemalige Olympiagelände. Die Anlage nimmt sich den Idealtypus des antiken griechischen Theaters zum Vorbild. Der Anstieg der Sitzreihen und der natürliche steile Hang hinter Bühne förderten die Akustik. In der Mitte der Sitzränge befindet sich der Platz für die Steuereung der Licht und Tontechnik und die Ehrenloge, unter dieser ganz verborgen die Regiestände von Spielleiter, Tonregler und Beleuchter. Den Eingang rahmten Hochreliefs.
Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt die Anlage die Bezeichnung „Waldbühne“. Sie diente unter anderem als riesiges Freilichtkino, Spielort für die Berlinale, danach für Boxkämpfe. In den 1960er Jahren kam es zur Beseitigung der Kriegsschäden. Seit 1961 fanden auf der Waldbühne vor allem Rockkonzerte statt.

Legendär ist das Konzert der Rolling Stones am 15. September 1965, das mit Krawallen endete. Die Konzertgäste waren von der kurzen Dauer des Events enttäuscht und demolierten die Sitzbänke. Vier Stunden lang gab es Schlägereien mit der Polizei, der Sachschaden belief sich auf ca. 400000 Mark. Auch Wagen der S-Bahn wurden in Mitleidenschaft gezogen. Erst nach sieben Jahren kam es zur Instandsetzung, aber anschließend kaum noch zur Nutzung. Konzertveranstalter zogen wettersichere Hallen vor. Besonders in der DDR wurde die Krawalle kritisch diskutiert und führten sogar zur Beschränkung der dortigen Jugendkultur.

Im Frühling des Jahres 1981 erwarben Peter Schwenkow und Jochen Zanke, zwei Konzertveranstalter, mit ihrer Firma concert concept die exklusive Nutzungsberechtigung der Konzrtzbühne. Der Betrieb begann wieder, 2003 wurde die Zeltkonstruktion über der Bühne aufgebaut.

Mittlerweile bildet die Bühne von Mai bis September wieder eine gute Adresse für Pop-, Rock- und Klassikkonzerte. Den Höhepunkt der Saison bildet die Aufführung der Berliner Philharmoniker, diese ist schon Monate vorher ausverkauft. 2008 gastierte erstmals das West-Eastern Divan Orchestra mit Daniel Barenboim in der Location, seit 2011 kommt es jährlich. Kinoveranstaltungen finden dagegen seit einigen Jahren nicht mehr statt, da die Besucherzahlen zu gering waren. Blues Brothers, Rocky Horror Picture Show und Dirty Dancing waren die Highlights einer jeden Kino Sommersaison in der Waldbühne.

Seit September 2008 hat das Unternehmen CTS Eventim AG die Rechte für die Nutzung der Waldbühne Berlin erhalten und betreibt sie seit 2009. Im April 2010 wurde erstmals ein Fußball-Bundesliga-Spiel aus dem Olympiastadion live in die Waldbühne übertragen. Seitdem wird das Objekt ab und zu zum Public Viewing genutzt.

http://www.waldbuehne-berlin.de/

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