SO36

SO36 Berlin

Das SO 36 Berlin befindet sich im Stadtteil Kreuzberg in der Oranienstraße in der Nähe des Heinrichplatzes in Berlin. Der Name hat der Club vom gleichnamigen historischen Postzustellbezirk SO 36.
Das SO 36 Berlin wurde als Halle erstmals 1861 eröffnet, damals als Biergartenlokal. Ab 1930 war es das Kino am Heinrichplatz, musste aber aufgrund starker Kriegsschäden geschlossen werden. Erst 1951 wurde es wiedereröffnet. Eine erneute und endgültige Schließung erfolgte nach dem Mauerbau. Ende der 1960er Jahre bis in die 1970er Jahre diente es als Atelier, dann als Supermarkt. Als Veranstaltungsort beginnt die Geschichte des SO 36 erst im August 1978 und es war bis 1983 Zentrum der Punk- und New-Wave-Szene. Kurzzeitige Projekte wie ein Hochzeitssaal (1983) eines türkischen Pächters oder eine Ausstellung der Internationalen Bauaustellung (1984) scheiterten. Die Ausstellung wurde von Sympathisanten des Kunst- und Kulturzentrums in Kreuzberg gestürmt und das SO36 durch sie besetzt. Das Bezirksamt duldete dies, sodass sich das SO 36 in diesen Jahren erneut zum Zentrum der Punk- und Rockszene entwickelte. 1987 wurde es von der Polizei geräumt.

2009 kam es aufgrund eines Nachbarschaftskonflikts wegen der Lautstärke der Veranstaltungen fast zur Schließung der Location. Um die Lärmreduzierung erfüllen zu können, sollte eine Mauer zum Lärmschutz gebaut werden, die durch Benefizveranstaltungen finanziert werden sollte. Die Toten Hosen gaben zur Unterstützung hierfür ein Konzert. So blieb das SO 36 bestehen und gewann sogar im selben Jahr den Live Entertainment Award als bester Club. Heute finden zahlreiche Partys und Konzerte in dem Club statt, beispielsweise der Electric Ballroom reden Montag.
Einmal monatlich findet zudem eine schwul-lesbische orientalische Party statt, womit der Club die türkische Szene der Schwulen und Lesben bedeutend geprägt hat. Bei dieser Veranstaltung wird vor allem türkische, arabische, griechische und hebräische Popmusik gespielt. Fester Bestandteil der Verwanstaltung ist zudem eine halbstündige Show mit Bauchtänzern. Auch im Bereich Ausländerintegration und Flüchtlingshilfe ist das SO36 heute aktiv.

Das seit 1995 stattfindende Café Fatal erstreckt sich auch großer Beliebtheit und findet sonntags statt. Hier wird ein Standard-Tanzkurs angeboten zur Standard- und lateinamerikanischer Tanzmusik. Am späteren Abend wechseln die Musikstile zu Pop, Rock und Schlager.
Sehr bekannt ist auch das einmal monatlich stattfindende „Super Sexy Kiezbingo“ das von zwei Tunten moderiert wird.
Besonders jüngere Leute soll die Partyreihe „My ugly X“ ansprechen, eine „Bad Taste Party“ die einmal monatlich zu Dance- und Popmusik der 1990er Jahre stattfindet. Diese zeichnet sich durch besonders trash-lastige Kleidung und Musik aus.
Einmal im Monat findet außerdem ein nächtlicher Flohmarkt statt. Hier wird außerdem eine kostenlose Sozialberatung zum Thema Hartz IV angeboten.

Das SO 36 Berlin ist sehr streng bei der Erteilung von Hausverbot bei jeglicher Art von sexistischen, rassistischen oder homophoben Äußerungen und Handlungen. Heute wird es vom Verein Sub Opus 36 e.V. betrieben, der sich als kulturfördernder Initiator bezeichnet. So bekommen hier vor allem auch Newcomer eine Chance und Musik jenseits des Mainstreams. Es wird heute daher nicht nur von Punk dominiert, sondern bietet auch Platz für HipHop, CrossOver, Techno und einiges mehr. Die Veranstaltungen sind dabei sehr vielfältig, daher ist der Club auch ein richtiger Publikumsmagnet geworden. Das So36 ist heute ein bedeutender Impulsgeber im Berliner Nachtleben und Unterstützer der Berliner Musikszene.
http://so36.de/

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